Qualitätsstandards für Infektionsschutz

Das mre-netz regio rhein-ahr hat Mitte September 2020 das „Qualitätssiegel für Krankenhäuser 2020-2023“ in der Region verliehen. Unter den Empfängern des Siegels, das nach einem umfangreichen Maßnahmen- und Prüfverfahren vergeben wurde, sind auch das St.-Katharinen-Hospital Frechen, das Krankenhaus St. Hubertus-Stift Bedburg sowie das Marien-Hospital Erftstadt. Dr. Franz-Josef Schuba, Leiter des Gesundheitsamtes im Rhein-Erft-Kreis, übergab jetzt die Urkunden in Corona-konformer Runde an die Ärztlichen Direktoren Dr. med. Hubert Titz (Erftstadt), Dr. med. Anton Rausch (Bedburg) und Dr. med. Rolf Adams (Frechen).

Dr. med. Anton Rausch„Die Punktevergabe und Zertifizierung im Jahr 2019 bestand einerseits in einer Begutachtung durch ärztliche Koordinatorinnen und andererseits in einer amtsärztlichen Begehung durch das zuständige Gesundheitsamt“, erläuterte  Geschäftsführer der drei Häuser Jakob Josef Schall. „Ab diesem Jahr werden alle teilnehmenden Einrichtungen bis ins Jahr 2023 eine jährliche Überprüfung absolvieren, die in vier Jahren bei regelmäßiger Teilnahme automatisch in eine  Verlängerung der Zertifizierung mündet. So können stetig aktuell relevante Hygiene-Themen bearbeitet werden.“ Die Zertifizierung beinhaltet zehn Qualitätsziele zu wichtigen hygienischen Maßnahmen: Wissensmanagement,  Patientensicherheit durch Basishygiene und Information, Hygieneempfehlungen, Ausbruchsmanagement sowie Antibiotikamanagement gehören dazu.

Nicht nur in Sachen Corona aktiv sein

Koordinationsstelle des Netzwerks ist das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am UKB. Durch die Verpflichtung zur Einhaltung von hygienischen Qualitätszielen wird zu einer Verbesserung im Umgang mit multiresistenten Keimen (MRE) in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beigetragen. Die Zertifizierung trägt aktuell auch zur Bekämpfung des Corona-Virus im Hinblick auf die Gefahr eines möglichen Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst bei. Die Qualitätsziele werden jährlich überprüft und um aktuell relevante Hygiene-Themen ergänzt.

Hintergrund:
Gefährliche Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze, die unempfindlich gegen Antibiotika oder andere medizinische Wirkstoffe sind, stellen Betroffene und Gesundheitseinrichtungen immer wieder vor eine große Herausforderung. Um etwaigen Problemen mit multiresistenten Erregern (MRE) wirksam entgegenzutreten, wurde das „mre-netz regio rhein-ahr“ gegründet, das im September sein 10-jähriges Jubiläum feierte. Das Ziel der Zertifizierung ist eine Angleichung und Erhöhung der Qualitätsstandards in den Einrichtungen bzgl. MRE in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern. Prof. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn (UKB) sagte: „Nur mit höchsten qualitativen Hygienestandards in unseren Kliniken und gesundheitlichen Einrichtungen, können wir MRE bekämpfen. Wir freuen uns sehr, dass 85 Einrichtungen in der Region das diesjährige Qualitätssiegel für Krankenhäuser erfolgreich erwerben konnten.“

Info:
Das mre-netz regio rhein-ahr umfasst 9 Kreise und Städte. Mitglieder sind neben dem Universitätsklinikum Bonn (Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit als Koordinationsstelle) der Rhein-Sieg-Kreis, der Oberbergische Kreis, der Rhein-Erft-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis, die Bundesstadt Bonn, die Stadt Köln, die Stadt Leverkusen sowie aus Rheinland-Pfalz der Kreis Ahrweiler und der Landkreis Neuwied.

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